Poetry

Töne fliegen wie Vögel

Die Tram ist voll mit Menschen und schwankt aufgeregt vor und zurück.
Wir laufen in Schwarm und Schlange durch die kalte Luft, an der Spree entlang die im Dunkel liegt.
Wie früher bei Nachtwanderungen auf einem Pfad.

Das Funkhaus haut mich jedes Mal um.
Ich mag die Wucht.

Alles ist groß, stark und weit.
Und doch fein und klar mit dem roten Marmor und dem Holz.

Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und exklusiv.
Fast schon eine Séance.
Der große Saal ist voll.

Sobald wir sitzen
fängt es an
ganz vorne
ganz einfach.

Die Akustik haut mich auch um.
Und auch die Musiker sind beeindruckt von der Tiefe, der Klarheit und der Weite des Saals.
Manche Töne fliegen wie Vögelchen am Himmel.
Mit geschlossenen Augen öffnet sich ein Universum aus Spiel und Bewegung.

Manchmal fast bedauerlich zu sitzen.
Mein Körper zuckt
und ich könnte auch aufstehen und den Melodien folgen.
Weit, klar und groß.

Schön, dass diese Musik und dieser Raum sich gefunden haben.
Passen gut zusammen, die beiden.

Musik: Grandbrothers, From a Distance, Spotify

Am 30. November 2017 auf dem Blog beautyandthebananaskinsofbeing.com veröffentlicht

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